Kunst

Einen Besuch wert in Orbetello ist sicherlich die Kirche Santa Maria Assunta, die wahrscheinlich auf der Ruine eines Tempels erbaut worden ist, der zu Ehren von Jupiter bereits im V. Jahrhundert vor Christus errichtet worden ist. Außergewöhnlich ist die kleine, von Spaniern gebaute, Mühle inmitten der Lagune, die man sehen kann, wenn man auf dem Damm, der die Monte Argentario mit Orbetello verbindet, Richtung Orbetello fährt. Ebenfalls interessant sind die Kirchen San Francesco di Paola und die vor kurzem restaurierte Kirche Madonna delle Grazie. Etruskische Städte und Grabstätten, die über die ganze Maremma verstreut sind, befriedigen auch den an Archäologie interessierten Besucher. Ebenfalls typisch für diese Gegend sind mittelalterliche, in ihrem Originalzustand belassene Städtchen. Capalbio z. B. verbindet mittelalterliche Architektur mit einer für den Mittelmeerraum typischen Vegetation, und strahlt so einen unvergesslichen, beruhigenden Charme aus. Für Liebhaber der Modernen Kunst befindet sich nicht weit von Capalbio, der „Tarotgarten“, ein Skulpturenpark der international angesehenen Künstlerin Niki de Saint Phalle, die dort in mit Spiegeln und Keramiksteinchen verzierte Skulpturen, den magischen Zauber der Tarotkarten verewigt hat.

Natur

Die natürliche Schönheit der Maremma mit ihren einzigartigen Landschaften und der Qualität der Produkte, die sie hervorbringt, ist wohlbehütet. Es gibt viele Naturschutzgebiete und Naturschutzparks. Die Maremma stellt sich als schöne und abwechslungsreiche Landschaft dar, naturbelassen und vielseitig, von Sonne und Meer verwöhnt, reich an Düften, die nur eine sorgsam geschützte Umwelt hervorbringen kann. Von Talamone bis Capalbio finden Sie kilometerlange Strände und Buchten. Die Insel Giglio, eine Perle inmitten des Meeres, oder die verlassene Insel Montecristo, oder auch Giannutri, auf der man noch die Reste eines römischen Tempels besichtigen kann, sind sicherlich einen Besuch wert. Ebenso der Monte Argentario, eine Halbinsel, die durch zwei Sandstrände, den Tombolo della Feniglia und den Tombolo della Giannella, und die Lagune, auf der das Städtchen Orbetello liegt, mit dem Festland verbunden ist.

Caravaggio

Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio (Mailand, 29. September 1571 - Porto Ercole, 18. Juli 1610) war einer der größten italienischen Maler aller Zeiten und genießt bis heute universalen Ruhm. Am 16. Juli 2010, fast 400 Jahre nach seinem Tod und nach über einem Jahr des Suchens, hat ein Team von italienischen Wissenschaftlern bestätigt, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die sterblichen Überreste des großen Künstlers in der Krypta der am Hafen gelegenen Friedhofskirche von Porto Ercole gefunden worden sind. Sie stammten ursprünglich aus einem unbezeichneten Grab auf dem Friedhof von Porto Ercole und waren 1956 zusammen mit den Überresten aus anderen Gräbern in die Krypta der Friedhofskirche überführt worden. Der spektakuläre Fund konnte durch Skelettbiologie und historiographische Untersuchungen bestätig werden. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden auch Technologien eingesetzt, die Schwermetalle in den Knochen ermitteln, eine Analyse der erdigen Sedimente durchgeführt, die Kohlenstoff-14-Methode ausgewertet und schließlich die DNA analysiert und mit der von noch lebenden männlichen Verwandten Caravaggios verglichen. Am 3. Juli 2011 wurden die sterblichen Überreste von Caravaggio auf dem Seeweg wieder nach Porto Ercole gebracht und fanden in der nahegelegenen Forte Stella, einer spanischen Festung auf der Argentario, ihre letzte Ruhestätte.